Geschichte - Mittelalter

1336 - Gründung Schlüsselfelds als "Slüzzelfeld"

Am 11. Juni 1336 verlieh Kaiser Ludwig IV. der Bayer, in einer in Reutlingen ausgestellten Urkunde seinem fränkischen Freund, Berater und Kampfgefährten Konrad von Schlüsselberg für dessen neben der Veste ,,Tunfeld" gelegenes Dorf Privilegien, wie sie die Stadt Nürnberg besaß. Diese Urkunde belegt die Gründung von Schlüsselfeld. Konrad von Schlüsselberg gründete daraufhin 1 km nord-westlich der Veste "Tunfeld" die Siedlung "Slüzzelfeld" das heutige Schlüsselfeld - und baute es planmäßig zur Stadt aus.

1347- Schlüsselfeld im Besitz der Bischöfe von Bamberg und Würzburg

Bereits elf Jahre nach Ausstellung dieser Urkunde wurde Konrad von Schlüsselberg bei der Belagerung seiner Burg Neideck in der Nähe von Ebermannstadt in der Fränkischen Schweiz getötet. Die Sieger, die Bischöfe von Bamberg und Würzburg sowie die Burggrafen von Nürnberg, teilten sich seinen Besitz.

1397 - Schlüsselfeld fällt endgültig dem Fürstbistum Würzburg zu

Nachdem die Bischöfe von Bamberg und Würzburg Schlüsselfeld fast 50 Jahre gemeinsam besessen hatten, fiel der Ort dann ganz dem Fürstbistum Würzburg zu. Nach diesem endgültigen Anschluß an Würzburg wurde Schlüsselfeld der Sitz eines Würzburgischen Amtes und später eines Oberamtes. Sitz des Oberamtes war aber bis 1760 die Burg in Thüngfeld.

1480 - Ausbau Schlüsselfelds im 15. und 16. Jahrhundert

Bereits in der Gründungsurkunde der Pfarrei Schlüsselfeld 1376 ist von einer befestigten Stadt die Rede. Aber erst die Fürstbischöfe von Scherenberg (um 1480) und Julius Echter (um 1590) haben den Ort mit Mauern und Türmen befestigt. Schlüsselfeld war im 15. und 16. Jahrhundert zum wirtschaftlichen, kulturellen und kirchlichen Mittelpunkt der Gegend geworden.