StadtmuseumRaum 4, Geschichte

Durch Darbietungen am fränkischen Leben teilhaben

In der "Guten Stube", dem einstigen Ratssaal, bietet sich dann Gelegenheit, an Darbietungen aus dem fränkischen Leben teilzuhaben, an Brauchtum und Originellem. Zur Adventszeit lädt hier eine alte Bauernkrippe zu Besinnung und Einstimmung auf Weihnachten ein. Über 30 Jahre gewachsen, heute raumfüllend, besticht sie durch ihre naive, handgeschnitzte Eigenart. Ansonsten ist dieser vierte Raum der Stadt Schlüsselfeld vorbehalten. Funde aus gotischer Zeit, ein Siegel des Stadtgründers und mittelalterliche Handschriften illustrieren die historischen Geschehnisse. Dazu gehört auch die Darstellung einer ehemaligen Porzellanmanufaktur.

StadtmuseumDie Geschichte des Schlüsselfelder Porzellans und seine Bedeutung

Zu den schillerndsten Gestalten der fränkisch-thüringischen Porzellangeschichte gehört zweifelsohne der Fabrikant Johann Matthias Gottlieb Ehregott Gottbrecht. Um 1790 versuchte der wandernde Porzelliner nach einer Reihe glückloser Stationen im Schlüsselfelder Ortsteil Reichmannsdorf unter dem Patronat des Freiherrn von Schrottenburg eine Existenz zu gründen. Auch hier war ihm wenig Glück beschieden: den Beginn der Produktion konnte er nicht mehr erleben. Seine Witwe führte mit den Söhnen sein Werk fort. Seine Nachkommen schlossen um 1860 die Werkstore. Das Fehlen einer eigenen Firmenmarke machte bisher die Herkunftsbestimmung der Geschirre, Pfeifenköpfe und Figuren unmöglich. Die in Bruchstücken erst kürzlich wiederentdeckten Erzeugnisse, zusammen mit Vergleichsstücken anderer Herstellungsorte bilden die erste Gesamtschau dieser Porzellanmanufaktur von der Wende zum 19. Jahrhundert.



Raum 1, Geologie
Raum 2, Natur
Raum 3, Volkskunde