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Jüdischer Friedhof in Aschbach

  • © Stadt Schlüsselfeld
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Der jüdische Friedhof von Aschbach wurde um 1700 als erster seiner Art geschaffen. Er liegt direkt neben dem christlichen Friedhof am Rande der Ortschaft, an der Straße Richtung Schlüsselfeld. Eine etwa 1,5 hohe Steinmauer umgibt das 3.500 qm große Gelände auf dem sich 352 Gräber befinden. Rechts vom Eingangstor steht ein Schoah-Gedenkstein, direkt dahinter das Tahara-Haus und die ersten Gräberreihen, deren Belegung von West nach Ost erfolgte.

Die älteste, noch leserliche Grabstein-Inschrift stammt aus dem Jahr 1720. Da der Aschbacher Judenfriedhof weitestgehend belegt war, befindet sich die letzte Gräberreihe in unmittelbarer Nähe zur östlichen Eingrenzung. In diese ist ein alter Sandstein-Mazzewot eingemauert, dessen Bedeutung jedoch nicht überliefert ist.

Die stark verwitterten Inschriften der Sandstein-Grabdenkmäler sind überwiegend hebräischen Ursprungs, als Grabsymbol wird fast ausschließlich eine Krone dargestellt. In den letzten Grabreihen, die aus dem 20. Jh. stammen, finden sich aber auch marmorne Grabsteine. Am 19. Mai 1942 wurde der letzte Aschbacher jüdischen Glaubens auf dem Friedhof beigesetzt.

Jüdischer Friedhof Aschbach

Sandweg 5, 96132 Schlüsselfeld

Jüdischer Friedhof in Reichmannsdorf

  • © Stadt Schlüsselfeld
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Der jüdische Friedhof in Reichmannsdorf wurde erst 1832 angelegt und diente ausschließlich der Reichmannsdorfer Kultusgemeinde als Begräbnisstätte. Zuvor wurden die Verstorbenen im einstündig entfernten Mühlhausen beerdigt.

Der Reichmannsdorfer Judenfriedhof ist nicht nur der jüngste, sondern mit einer Fläche von 675 qm auch der kleinste im Drei-Franken-Eck. Gegenüber allen anderen hiesigen Judenfriedhöfen weist er allerdings eine Besonderheit auf: Die 32 sich stark ähnelnden Grabsteine im östlichen Drittel des Friedhofes sind alle nach Westen und nicht nach Osten ausgerichtet. Der älteste Grabstein befindet sich somit direkt an der östlichen Ummauerung. Auf die Vorderseiten der Mazzewot sind in den fränkischen Sandstein ausnahmslos hebräische Inschriften gehauen, die durch den Lauf der Zeit jedoch nahezu unleserlich geworden sind. Aus dem Sterbebuch der Kultusgemeinde geht hervor, dass zwischen 1833 und 1908 insgesamt 57 Verstorbene auf dem Friedhof beigesetzt wurden.

Jüdischer Friedhof Reichmannsdorf

Sambacher Grund, 96132 Schlüsselfeld